Lymphangioleiomyomatose (LAM)

Die Lymphangioleiomyomatose (LAM) ist gekennzeichnet durch Lungenzysten (luftgefüllte Bläschen, die nach und nach zur Zerstörung der Lunge führen), Veränderungen des Lymphsystems und Nierentumore. Diese Veränderungen können zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Lungenfunktion mit zunehmender Luftnot führen. Auch kann es gehäuft zum Kollaps der Lunge (Pneumothorax) kommen mit Notwendigkeit einer chirurgischen Intervention.

Die Lungenerkrankung ist äusserst selten (ca. 5 von 1Mio.) und tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung, wird diese häufig erst spät erkannt und nur wenige Experten haben Erfahrung mit Diagnostik und Therapie.
Therapeutisch stehen sogenannte mTOR-Inhibitoren zur Verfügung, die erlauben, den Verlust der Lungenfunktion zu stoppen.

Innerhalb der Sprechstunde für seltene Lungenerkrankungen wird ein Kollektiv von über 20 Patientinnen mit LAM betreut. Es besteht eine internationale Vernetzung mit europäischen und internationalen Experten, die bei Bedarf um zusätzlichen Rat gefragt werden können.

Ausführliche Informationen (in Englisch) über das Krankheitsbild erhalten Sie auf der Webseite der LAM-Foundation.
Hier finden Sie ein Interview zum Thema "Lymphangioleiomyomatose - eine seltene Frauenkrankheit" mit
PD Dr. med. Christian Clarenbach.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

PD Dr. med. Christian Clarenbach
Klinik für Pneumologie
UniversitätsSpital Zürich
Rämistrasse 100
8091 Zürich
christian.clarenbach@usz.ch

Letzte Aktualisierung: 21.06.2018 | Verantwortlich:
PD Dr. med. Christian Clarenbach