Besser leben mit Asthma

Asthma ist in der Regel nicht heilbar. Mit der richtigen Therapie führen aber viele ein beschwerdefreies Leben. Ist eine Allergie Ursache der Atemnot, lässt sich die Krankheit gut steuern. Doch auch für Betroffene von nicht-allergischem Asthma gibt es wirksame Behandlungsmethoden.

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Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen: rund 10 Prozent der Kinder sowie 5 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz sind betroffen. Aufgrund einer Verengung der Atemwege leiden sie unter Atemnot, manchmal kommen als Symptome pfeifendes Ausatmen oder andauernder Husten hinzu. Dabei wird zwischen zwei Arten von Asthma unterschieden: dem allergischen und dem nicht-allergischen Asthma. Eine Allergie ist bei den meisten Kindern sowie bei rund 30 Prozent der Erwachsenen die Ursache von Asthma.

Mit der richtigen Therapie führen viele Patienten ein beschwerdefreies Leben. „Voraussetzung dafür ist aber eine genaue Abklärung“, sagt Christian Clarenbach, Oberarzt an der Klinik für Pneumologie des USZ. Durch eine Untersuchung der Lunge kann eine eindeutige Diagnose gestellt werden. „Im Gespräch suchen wir zudem nach möglichen Auslösern der Beschwerden“, so Clarenbach. Wenn die Symptome immer zu bestimmten Zeiten, an bestimmten Orten oder im Kontakt mit gewissen Materialien oder Tieren auftreten, sind dies Indizien für eine Allergie.

In diesem Fall kann der Verdacht an der Allergiestation des USZ überprüft werden. „Durch umfangreiche Blut-, Haut- und Provokationstests können wir insgesamt rund 250 Allergien abklären, davon über 120 aufs Mal“, sagt Professor Peter Schmid, Leiter der Allergiestation sowie Leitender Arzt an der Dermatologischen Klinik des USZ. Ob Blütenstaub, Schimmelpilz oder Katzenhaare: Ist der Auslöser für die Atembeschwerden einmal bekannt, lässt sich die Krankheit gut steuern.

Neue Medikamente für schwere Asthmatiker

Doch auch für Betroffene von nicht-allergischem Asthma lohnt es sich, sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Denn es gibt neue Therapien, die vor allem für schwere Asthmatiker interessant sind: Gentechnisch hergestellte Medikamente – sogenannte Biologika – bekämpfen die Entzündung viel gezielter als es bisher möglich war.

Die klassische Therapie von Asthma erfolgt durch zwei Arten von Sprays zum Inhalieren: Einer wirkt der chronischen Entzündung der Atemwege entgegen, die für das Anschwellen der Schleimhäute und damit die Atemnot verantwortlich ist. Der andere ist für den Notfall gedacht und sorgt dafür, dass sich die Bronchien erweitern. Für Betroffene mit allergischem Asthma kommen ausserdem Desensibilisierungstherapien infrage, durch welche sich der Körper an das Allergen gewöhnen kann.

Am Universitätsspital Zürich können sich Patienten rundum abklären, behandeln und beraten lassen. Lungen- und Allergiespezialisten arbeiten dabei eng zusammen. In komplexen Fällen – zum Beispiel bei Nebenerkrankungen oder während einer Schwangerschaft – können die spezialisierten Fachleute helfen, die geeignete Therapie zu finden. Aber auch in weniger schweren Fällen lohnt sich ein Coaching – beispielsweise im Umgang mit den inhalativen Sprays. „Unserer Erfahrung nach kann das den Behandlungserfolg massiv verbessern“, sagt USZ-Experte Clarenbach.

Kontakt

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PD Dr. med.
Christian Clarenbach
Oberarzt meV    

christian.clarenbach@usz.ch






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